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Franzensbad (Františkovy Lázně)

Franzensbad (Františkovy Lázně) gehört gemeinsam
mit den anderen westböhmischen Kurorten Karlsbad (Karlovy
Vary) und Marienbad (Mariánské Lázně) zu den Weltkurorten
und hat bei der Bildung der Geschichte von europäischen
Badewesen mitgewirkt. In Vergangenheit bezauberte Franzensbad
nicht nur den großen Dichter J. W. Goethe, aber auch
eine Reihe von bedeutenden Persönlichkeiten.

Geschichte und Gegenwart
Die eigene Geschichte des Kurortes hat eine sehr lange
Vorgeschichte, die mit der Historie der ältesten Mineralwasserquelle
Franzensbads verbunden ist, die früher Slatinná kyselka
(Schlader Säuerling) genannt wurde – der heutigen
Franzensquelle.
18. Jahrhundert
Die erfolgversprechende Entwicklung des Kurortes wurde
zwar während des Dreißigjährigen Kriegs unterbrochen
– aber der „Schlader Sauerbrunn“ wurde
auf Wunsch in Tonflaschen in das ganze Europa versendet
und hierdurch wuchs seine Popularität und Beliebtheit.
Die eigene Mineralwasserquelle ist jedoch 6 km von der
Stadt Eger entfernt.

Franzensquelle (Františkův
pramen)
Im Egerland entsprangen viele Säuerlinge und es wurde
im Mittelalter ganz üblich, dass jedes Dorf seine eigene
beliebte Mineralwasserquelle besaß. Diese Quelle wurde
im Jahre 1603 als Schlader Sauerbrunn oder auch Schladawasser
benannt. Die Quelle erweckte Interesse bei den Egerer
Ärzten, die sie als Heilmittel empfahlen.
Franzensbad
Franzensbad wurde im Jahre 1793 gegründet und verdankt
seinen Namen dem Österreichs Kaiser Franz I. - dem Schwiegervater
Napoleons.

Anlass zur Gründung des Bades gab ein Egerer Bürger,
der Stadtphysikus der Stadt Eger Dr. Bernhard Adler
(1753 -1810). Er war sich des Wertes des Schatzes, der
hier aus der Erde floss sehr gut bewusst. Er ließ die
Quelle reinigen und schloss sie aus hygienischen Gründen
ab. Er baute einen einfachen Holzpavillon darüber. Das
Wasser wurde durch Rohre in eine Grube geleitet, aus
der die Trägerinnen das Wasser schöpfen sollten. Die
Egerer Frauen erklärten sich jedoch die Initiative des
Dr. Adler auf ihre Weise – als Eingriff in ihre
Privilegien, das Wasser direkt aus der Quelle zu schöpfen.
Die Ereignisse überschlugen sich. Am 18. August 1791
brach eine Rebellion der Egerer Frauen aus, die innerhalb
kurzer Zeit den Pavillon dem Erdboden gleich machten.

Am Tag der Krönung von Leopold II. in Prag (6. 9.
1791) legt Dr. Adler dem Kaiser eine Beschwerde mit
der Bitte um Eingreifen vor. Der Kaiser entsprach dieser
Bitte. Er schickte eine Kommission nach Eger, die die
Fragen der Hygiene der Quelle und ihrer Abfüllung lösen
sollte und schließlich einen Antrag auf die Gründung
eines Badeortes ausarbeitete.

Kurbehandlung
Franzensbad ist vor allem ein Kurort mit einer reichen
Tradition. Die Franzensquelle wurde von Anfang an bekannt
als ein wirksames Heilmittel zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden
und Bewegungsapparatserkrankungen und vor allem als
ein hervorragendes Heilmittel gegen die weibliche Unfruchtbarkeit.

Die gegenwärtige Kurbehandlung beruht auf traditionellen
Heilmethoden und basiert auf Erregung der Reaktion des
Organismus zur Mobilisierung der Abwehrmechanismen im
menschlichen Körper. Es handelt sich um gezielte Stärkung
des Organismus.
Derzeit werden in Franzensbad Herz- und Kreislauferkrankungen,
Bewegungsapparats- und gynäkologischen Erkrankungen
inklusive Unfruchtbarkeit behandelt.

Die Behandlung mit den natürlichen Heilmitteln beinhaltet
Moorpackungen, Gasinjektionen und Kohlendioxydbad.
www.franzensbad.de
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